Hier gibt´s die vorläufige Route für die Donau-Radtour 2009 vom 30. August bis zum 1. Oktober 2009.
6. Muldental-Triathlon MT3 – ein Feedback
Juli 6, 2009Gestern fand in Grimma nun zum 6. Mal der Muldental-Triathlon statt. Fast 500 Teilnehmer gingen dabei an den Start. Bei bestem Wetter und opimalen Bedingungen absolvierten Freizeitsportler, Wannebes und Semiprofis die Strecke und boten den zahlreichen Zuschauern ein hübsches Spektakel.

Die Organisation war recht gut. Wie tolle es war, kann man zum Beispiel hier lesen! Deswegen an dieser Stelle etwas konstruktive Kritik, die nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass es alles in allem eine spaßige Veranstaltung war!
Der Triathlon ist in erster Linie eine Freizeitsportveranstaltung und sollte auch als solche aufgezogen werden. Gerade im Teamtriathlon kann man nicht davon ausgehen, dass die Athleten andere Möglichkeiten haben, ihre Startnummern mit etwas anderem an sich zu befestigen, als mit den beigefügten Sicherheitsnadeln. Ein “Umnadeln” der Nummer ist aber einunzumutbarer Nachteil gegenüber denen, die die Nummer mit einem so tollen Band einfach umklippen können. Wir haben das Problem kurzerhand so gelöst, dass unser Radfahrer sich über sein Trikot das Läufertrikot drübergezogen hat. Allerdings so, dass der Rücken vorn war, denn als zusätzliche Erschwernis musste die Nummer beim Läufer vorn, beim Radfahrer hinten angebracht sein. Ein einfacher Trikotwechsel ist also auch nicht drin gewesen. Bei der Übergabe des Transponders hat der Radfahrer, dass falsch herum getragene Trikot dann an den Läufer weitergegeben, der es dann richtig herum angezogen hat. Das wäre nun wirklich auch einfacher gegangen! Zweite ausgedruckte Startnummer pro Team und alles wäre wesentlich unkomplizierter gewesen.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Auswahl der Laufstrecke, die nicht besonders viel Abwechslung für Sportler und Zuschauer bot. Mehrmals zwischen zwei Punkten hin und herlaufen erinnerte so ein bisschen an die Raubkatzen im Zoo. Aber das hat sicher auch mit verkehrstechnischen Gegebenheiten zu tun gehabt. Mit einer wirklichen Runde durch die Stadt hätte man das dennoch interessanter gestalten können.
Zum Schluss noch eine rein organisatorische Anmerkung: Der Checkout ist auf jeden Fall sinnvoll, damit keiner “aus Versehen” das falsche Fahrrad mit Heim nimmt, aber dafür hätte man einen separaten Ausgang aufmachen können, der die Bundesligisten nicht behindert. So kam es dazu, dass viele Freizeitfahrer samt ihren Gefährten im Wechselgarten gefangen blieben und nicht auschecken konnten, während die 2. Bundesliga unterwegs war. An dieser Stelle machte Not bei einigen erfinderisch,die ihr Rad kurzerhand über den Zaun in die Freiheit hievten. Ohne Rad konnte man hingegen im Wechselgarten während des Wettkampfes nach Belieben ein- und ausspazieren! Ich habe dann zu Hause im Triathlon-Präsente-Beutel neben der tollen Badkappe meine Akkredetierung gefunden, die mich zu Betreten des Wechselgartens berechtigt. Hätte ich die etwa irgendwo vorzeigen sollen?
Das war es auch schon mit gut gemeinter Kritik. War dennoch hübsche Veranstaltung und wie gesagt: Wie toll es wirklich war, lest ihr hier!
Wie man sein Fahrrad fit fürs Flugzeug macht
Juni 29, 2009Immer wieder, wenn wir von unseren Radtouren erzählen, ist eine der ersten Fragen: “Kann man Fahrräder einfach so im Flugzeug mitnehmen?” Bei der vorschnellen Antwort beschränkte ich mich immer auf ein kurzes „Ja!“ Vorschnell deswegen, weil es dann doch nicht immer so einfach war. Vom Anschlagsverdacht bis zum Selbstverladen der Räder haben wir schon alles erlebt. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht über verschiedene Methoden, sein Gefährt wieder heil heim zu bringen.
Variante 1: Der Karton
Das erste Mal, dass ich mein Fahrrad in einem Flugzeug transportieren musste, war 2006, als ich von Montpellier nach Berlin flog. Den Flug hatte ich bei meiner Ankunft am Mittelmeer noch nicht gebucht, da ich nicht wusste, wie weit ich fahren würde. So fuhr ich kurzerhand zum Flughafen und buchte bei Air France. Das Anmelden eines Fahrrades war gar kein Problem. Auch der Preis war mit 176€ (inkl. Rad) im Rahmen. Auf Nachfragen konnte ich noch einen Radkarton kaufen. In den packte ich das Fahrrad am Abreisetag. Stabiles Paketband hatte ich glücklicherweise in einem Baumarkt gekauft. Sonst wäre das Verpacken etwas schwierig gewesen. Aber auch so war eine ganze Menge Geschicklichkeit erforderlich, das Rad allein in das große Paket zu bekommen und anschließend stabil zuzukleben. Dafür sollte man immer genug Zeit einplanen. Alles in allem war das in zwei Stunden stressfrei zu schaffen.

Als ich bei der Landung in Deutschland einen Blick auf die Gepäckentladung erhaschen konnte, blutete mit das Auge schon ein wenig. Mit ordentlich Schwung und wenig Überlegung wurde mein Rad von einem Gepäckentladefachmann auf den Gepäckwagen geworfen (Das ist keine Übertreibung!) Zu meiner Verwunderung erhielt das Rad auch nicht an der Ausgabe für Sperrgepäck zurück, sondern fand es zwischen Koffern und Reisetaschen auf dem Fließband, wo es aufgrund seiner Ausmaße natürlich auch noch den ein oder anderen Stoß abbekam. Es war auch sehr angenehm, den schweren, sperrigen Karton vom vorbeifahrenden Band zu zerren. Zwischen dicht gedrängt stehenden Menschen, die entnervt Luft ausstießen, anstatt mal ein Stück Platz frei zu geben.
Glücklicherweise hatte ich einen Trekkinglenker, der meine Schalthebel vor Stößen schützte. Lediglich mein Sattel war etwas lädiert. Außerdem war der Karton von irgendeiner schmierigen Flüssigkeit durchgeweicht und verformt, hatte aber das Fahrrad vor größeren Schäden bewahrt.
Variante 2: Die Knallfolie
2007 in Spanien ging fuhren wir einige Tage vor unserem Abflug mit der naiven Vorstellung an den Flughafen, es würde genauso einfach funktionieren wie in Frankreich. Ganz schön optimistisch im Nachhinein. Denn bereits in Malaga, wo wir uns nach Zugtickets und Fahrradmitnahme erkundigen wollten, flogen uns nicht nur Blicke entgegen, die so etwas aussagten wie „Seid ihr total bescheuert“. Nein! Wir wurden auch noch von der Security herausbegleitet, die auf alle unsere Fragen nur eine Antwort kannten: „It´s not possible with bike!“
Jedenfalls gab es am Flughafen von Malaga keine Kartons und wir mussten uns etwas anderes überlegen. Circa.einen Kilometer vom Flughafen gab es einen Baumarkt. Dort kauften wir uns jeder eine 12-Meter-Rolle-Knallfolie und zwei Rollen Gaffatape. Bei örtlichen Radhändlern hätten wir uns sicher auch einen Karton kaufen können, aber wie bekommt man den dann zum Flughafen?
Außerdem hatten wir Hoffnung, dass wenn die netten Gepäckverladefacharbeiter sehen würden, dass es sich um ein Fahrrad handelt, es auch wie eines behandeln würden. Am Flughafen stellten wir dann den Lenker quer, schraubten die Pedalen ab, fixierten die Räder mit Kabelbinder und begannen diese mit der Folie zu umwickeln und verpuppten so nach und nach das ganze Rad. Das fertige Packet ließ sich viel besser anfassen als so ein klumpiger Karton. Bei der Gepäckaufgabe wurden zunächst unsere Radtaschen eingecheckt und anschließend rief die nette junge Dame die Leute von der Sondergepäckabteilung an und wir brachten unsere Räder zu ihnen. Die wollten wissen, ob wir von unseren Rädern die Luft gelassen hatten. Hatten wir natürlich nicht! War in Frankreich auch nicht notwendig gewesen und ist auch eine absolut sinnlose Angelegenheit, weil jedes Deo im Gepäckladeraum viel eher hochgeht als ein bis 8 bar ausgelegter Schwalbe Marathon, der nur etwas mehr als halben Druck drauf hat.

Einige denken jetzt vielleicht, warum regt der sich so auf. Ist doch kein Problem! Luft raus und gut! Aber, wenn man dicke Schichten von Knallfolie über den Rädern zentimeterweise mit seinen Fingern durchbohren muss, um nach Ventilen zu tasten, hat man schon eine Menge Spaß. Werkzeug war ja schon aufgegeben. Und auf die Frage nach einer Schere wurde einer von den Flughafenangestellten auch noch pampig und meinte sogar, dass er nicht mit einem Flugzeug mitfliegen wolle, wo potentielle Bomben in Form von aufgepumpten Fahrradreifen schlummerten.
Zu seinem Unverständnis zauberte er uns damit ein Lächeln aufs Gesicht. Da hatten wir wieder gute Laune, während wir weiter mit unseren Fingern in der Knallfolie bohrten.
Diesmal sah ich nicht, wie unsere Fahrräder verladen wurden. Allerdings konnten wir sie diesmal wirklich beim Sperrgepäck abholen und sie waren absolut unversehrt.
Fazit: Knallfolie rules!
Variante 2.1 (Upgrade von Variante 2): Die Knallfolie mit optischem Reiz
Im letzten Jahr flogen wir von Glasgow aus nach Berlin. Da unser Flug am Morgen ging, fuhren wir schon am Vorabend zum Flughafen. Wir waren auchb diesmal in einem Baumarkt gewesen. Aber was es nicht gab, war Knallfolie! Nur eine kleine Rolle war nochübrig, mit der man hätte die Bremshebel schützen können.
Das einzige, was am ehesten der Knallfolie nahekam, war ein Gewächshausset, inklusive irgendwelcher Lufteinlässe, die den Preis natürlich hochtrieben. Aber es blieb uns keine Alternative und wir hatten die „Gewächshäuser“ für unsere Fahrräder gekauft. Nachdem die Räder verpuppt waren, hatten wir noch eine Nacht Zeit bis unser Flug ging. Mit zwei Flaschen Energykonzentrat in der Blutbahn habe ich die ganze Zeit kein Auge zugetan. Ich war so munter, dass ich halb 4 angefangen habe, Feuilleton zu lesen. Aber auch das half nichts und irgendwann erblickte ich die leicht bekleidete Becky auf einem Stück Zeitungspapier vor mir. Da kam mir eine Idee, die sich im Nachhinein als echter Geistesblitz offenbarte. Säuberlich heraiusgerissen klebten wir Becky auf Dikts Rad. Bereits in der Wartehalle hatte sämtliches Flughafenpersonal einen großen Spaß an der nackten Haut auf dem ungewöhnlichen Gepäckstück.

Dann konnte es bei den Gepäck-verlade-Facharbeitern doch auch nicht anders sein. Auch die Luft hatten wir diesmal vorbildlich herunter gelassen.
Beim Check-In kam es dann doch etwas anders. Als wir an der Reihe waren, wurde uns mitgeteilt, dass wir mit dem Sperrgepäck doch in die andere Halle mussten. Und nein, wir konnten nicht schon mal unsere normalen Taschen abgeben. Also marschierten wir mit Becky und dem ganzen Rest quer über den Flughafen und stellten uns so ziemlich am absolut entgegengesetzt paltzierten Schalter an. Als wir dort abermals an der Reihe waren checkten wir unser Gepäck ein. Dass die Fahrräder auch nicht auf das Gepäckband für übergroße Gepäckstücke passen würde, war auf den ersten Blick offensichtlich. Dennoch beharrte die Dame darauf, dass ewir die Räder drauflegen sollten.
Nachdem auch sie sich von der Unmöglichkeit des Unterfangens überzeugt hatte, telefonierte sie kurz, bevor sie uns mitteilte, wir müssten wieder in die andere Halle (die aus der wir gerade gekommen waren!) Als wir dort warteten, kam nach einer Viertelstunde ein Herr. Der wohl um unsere Räder kümmern sollte. Er beschloss, dass wir das am besten gleich selbt erledigen solltenund öffnete uns die Tür, die uns in den flughafeninternen Verladebereich brachte. Dort übergaben wir höchstpersönlich Becky und Co den beiden zuständigen Gepäck-verlade-Facharbeitern, die für die nackte Haut wie zu erwarten auch nur ein Grinsen übrig hatten. Becky hat ihren Job zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. Unsere Räder kammen ohne jeglich Beschädigung in Berlin an.
Im nachhinein tut es mir auch etwas leid, dass unsere gute kleine Helferin noch am Flughafen lieblos den Weg ins Altpaper fand…Becky r.i.p.
Rückblick 2008 in Fotos
Juni 26, 2009Letztes Jahr tourten Dikt und ich von Bad Lausick über Amsterdam und London nach Glasgow. Hier gibt es jetzt eine kleine Zusammenstellung neuer und alter Fotos von dieser Tour, auf der das Wetter oft gegen uns war.
Viel Spaß beim Stöbern!
Martin
Radlausick goes east
Mai 30, 2009Endlich ist die Entscheidung für die Tour 2009 gefallen. Da mir auf meiner Radtourenkarte noch Routenlinien nach Norden und Osten fehlen, war die Auswahl nicht so groß. Für eine Nordkapp-Tour-Planung fehlt dieses Jahr schlicht die Zeit. Aus diesem Grund habe ich mich für eine Tour entlang der Donau entschieden.
Wahrscheinlich wird es diesmal erstmals so sein, dass Start nicht, wie sonst, das bei Leipzig gelegene Städtchen Bad Lausick sein wird, sondern Donaueschingen. Von dort aus führt die Route über Regensburg, Linz, Wien, Bratislava, Budapest, Novi Sad, Belgrad, Ruse und Galati bis schließlich ins Delta am schwarzen Meer.
Auch wenn ich den Radweg in Deutschland von der Gibraltar-Tour 2007 teilweise kenne und mir auch den Abschnitt zwischen Passau und Wien sehr “überrollt” vorstelle, möchte ich die Donau von ihrer Quelle an begleiten.
Da die Tour erst Anfang September startet, ist auch noch nicht besonders viel vorbereitet. Ich habe mir lediglich etwas Kartenmaterial besorgt. Dabei habe ich mich für die Huber Radkarte entschieden (Budapest bis zum schwarzen Meer). Gleichzeitig verwende ich ein Motorradkartenset im Maßstab 1:250 000. Das ist vollkommen ausreichend. Für die Abschnitte in Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Rumänien fehlen mir noch die “richtigen” Karten zur Ergänzung. Die Huber-Karten beziehen sich nur auf den Radweg und sind daher ungeeignet, wenn man diesen mal verlassen will.
Mehr Infos bald hier!
Martin
Bad Lausick – Prag: 220km an einem Tag
April 11, 2009Eine Geschichte über einen Tag am konditionellen Limit mit Happy End
Achja, eine gebrochene Achse kommt auch darin vor.
Diesen Karfreitag brachen Manu und ich zu einer etwas anderen Ostertour auf. Es ging dabei nicht um die Nähe zur Natur oder die Freude am Radfahren an sich. Nein, das banale Erreichen eines bestimmten Ziels stand für uns auf dieser “Tor-Tour” im Vordergund. Und das war wie bereits im ersten Versuch vor zwei Jahren die tschechische Hauptstadt.
Nach einem kurzen Frühstüch brachen wir 4:52 Uhr in Richtung Chemnitz auf, dass wir in unserer morgendlichen Frische recht zügig erreichten. Mit einem 26er-Schnitt trodelten wir ein. Aber bereits am Ortsausgang der Stadt schien uns das Vorland des Erzgebirges seine ersten Ausläufer in den Weg stellen zu wollen. Und ehe wir uns versahen ging es stetig nur noch bergauf, manchmal auch wieder leicht bergab, aber nur wenn es anschließend doppelt so steil wieder hinauf gehen sollte. An einem Anstieg hatte ich einen plötzlichen Schwächeanfall und musst ein paar Meter schieben, ehe es richtig weitergehen konnte.
Bis zum Mittag wurden wir noch mit einer ewig langen Abfahrt für die sauren Oberschenkel belohnt. Auf tschechischer Seite legten wir dann die erste längere Pause (40 Minuten) ein. Es sollte eigentlch die einzige Pause von diesem Ausmaß sein, aber das kam später doch etwas anders.
Auf tschechischer Seite folgen wir der Hauptstraße von Chomutov nach Prag. Der Seitenstreifen war meistens in gutem Zustand und breit genug, um genügend Abstand zu den vorbeifahrenden Autos und 10-Tonnern zu halten. (Außerdem hatten wir ja unsere Helme auf
Louny – die Endstation des letzten Prag-Versuchs hatten wir bereits hinter uns gelassen, als wir von unserem Tour-Mobil (und Rückfahrgelegenheit) mit motivierendem Hupen überholt wurden. Aus dem Hupen klang so etwas wie: “Wir sehen uns dann gleich in Prag!” und gab wieder etwas Kraft in die mittlerweile nur noch von Powerbars und anderen Müsliriegeln mit Energie versorgeten Oberschenkel.
Kurz darauf, ich fuhr gerade in Manus Windschatten leicht bergab, krachte es hinter mir, unter mir. Verdammt, wo kam das her? Was war da passiert? Das Rad blockierte. Ich drehte mich um und sah irgendetwas metallisches quer über die Straße fliegen, ehe dutzende Autos drüberfuhren.
Ein kurzer Blick auf das Hinterrad und die Feststellung: Das war gerade der Schnellspanner der Achse, der sich verabschiedet hatte. Das durfte doch nicht wahr sein – sollte die Tour erneut 60 Kilometer vor dem Ziel beendet werden? Nach einem kurzen Telefonat mit unserem “Streckenfahrzeug” kam die schelle Hilfe. Zum Glück gabe es im 10 Kilometer entfernten Slany einen Radladen und Karfreitag war hier auch kein Feiertag, wie wir zunächst verzweifelt angenommen hatten. So konnte das Problem innerhalb von insgesamt 45 Minuten behoben werden. Jetzt musste es einfach klappen.
30 Kilometer vor Prag verließen wir die Hauptstraße, da sie zur für Radfahrer unbefahrbaren Schnellstraße wird. Über verschlafene Dörfer und schmale Nebenstraßen schlängelten wir uns in Richtung Prag. Dass die Gegend hier viel gemütlicher zum Radfahren war als, die breite Hauptstraße, die wir die letzten Stunden dauernd unter uns hatten, nahmen wir nur am Rande war. Jetzt merkte man, dass die bis dato gefahrenen 200 Kilomteter (inkl. der zahlreichen Höhenmeter des Erzgebirges) richtig an die Substanz gingen. Nach einem allerletzen Trinkstop in einer kleinen Dorfkneipe rollten wir in der tschechischen Hauptstadt ein. Damit ist das Projekt “Prag an einem Tag” im Licht der untergehenden Sonne doch vom Erfolg gekrönt worden.
Nach einer Nacht im Tiefschlaf fiel der Muskelkater ausgesprochen gering aus. Nur der Brooks-Sattel hat nach 220 Kilometern nonstop doch so seine Spuren hinterlassen
In 4 Stunden geht es nach Prag
April 9, 2009Der Countdown läuft. In wenigen Stunden starten Manu und ich mit den Rädern nach Prag. Unser Ziel ist es, die tschechische Hauptstadt an einem Tag zu erreichen. Jetzt sind es nur noch ein paar Stunden, 235 Kilometer und das Erzgebirge, die uns vom Erreichen des Ziels trennen.
So, das soll als kurzeInfo genügen,sollte lieber noch etwas schlafen, bevor es losgeht.
Bis später! Der Radlausicker
Elke geht in Rente
März 27, 2009
Ja, ja, ich weiß….hier ist lange nichts mehr passsiert, aber langsam rücken die wärmeren Temperaturen wieder näher. Für 2009 gibt es zwar noch keine konkrete Planung, was eine längere Tour angeht, aber im Hinterkopf habe ich da schon eine Idee. Sobald es etwas spruchreifes gibt, werde ich hier aus dem Nähkästchen plaudern.Ich werde jetzt nach und nach auch die Inhalte der “alten Seite” hier einpflegen. Bis es soweit ist, könnt ihr euch dort durch die Reiseberichte vergangener Touren klicken.
Als nächstes steht erstmal eine Neuauflge des “Bad Lausick – Prag – an einem Tag”-Projektes an, das vor zwei Jahren an der schlecht gewählten Route scheiterte. Ich hoffe auf noch etwas höhere Temperaturen und etwas weniger Schnee im Erzgebirge Anfang April. Allerdings ist Elke jetzt auch im wohlverdienten Ruhestand und kann nur noch für kleine Stadtausflüge genutzt werden. Es muss also fix ein frisches Rad her.
Aber bis April ist ja noch ein wenig Zeit
Nach 2300 Kilometern wieder zu Hause
August 13, 2008Seit wenigen Stunden sind wir jetzt zurück von unserer Tour. Die vorige Nacht hatten wir mehr oder weniger schlaflos auf dem Flughafen in Glasgow zugebracht. Gegen 19 Uhr kamen wir dort vollbepackt mit teurer Dämmfolie aus dem Baumarkt am International Airport an. 14 Pfund für ein bisschen Knallfolie!!! Dort entluden wir die Räder und ich brach mit dem Gaskocher noch mal auf…nicht um mir ne warme Mahlzeit zuzubereiten, sondern um das Ding leer zu bekommen. Konnte ja keiner ahnen, dass so eine Kartusche mit kleinerem Topf so viel länger hält als mit größerem Topf. Bei der Gelegenheit fuhr ich in der Dämmerung noch Mal bis nach Paisley hinein, um die letzte Postkarte durch den Schlitz zu schieben.
Der Energy-Drink, der wohl die 3-fache Konzentration eines Redbulls hatte, ließ mich die Nacht auf dem Flughafen kein Auge schließen.
Erst zu Hause fand ich dann nach fast 36 Stunden am Stück meinen Schlaf…mehr gibt es dann in Kürze unter www.radlausick.de
Nochmals vielen Dank an alle, die während der Tour an uns gedacht haben
Euer Martin
Verfasst von radlausicker
Verfasst von radlausicker 
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