Nach 2300 Kilometern wieder zu Hause

August 13, 2008

Seit wenigen Stunden sind wir jetzt zurück von unserer Tour. Die vorige Nacht hatten wir mehr oder weniger schlaflos auf dem Flughafen in Glasgow zugebracht. Gegen 19 Uhr kamen wir dort vollbepackt mit teurer Dämmfolie aus dem Baumarkt am International Airport an. 14 Pfund für ein bisschen Knallfolie!!! Dort entluden wir die Räder und ich brach mit dem Gaskocher noch mal auf…nicht um mir ne warme Mahlzeit zuzubereiten, sondern um das Ding leer zu bekommen. Konnte ja keiner ahnen, dass so eine Kartusche mit kleinerem Topf so viel länger hält als mit größerem Topf. Bei der Gelegenheit fuhr ich in der Dämmerung noch Mal bis nach Paisley hinein, um die letzte Postkarte durch den Schlitz zu schieben.

Der Energy-Drink, der wohl die 3-fache Konzentration eines Redbulls hatte, ließ mich die Nacht auf dem Flughafen kein Auge schließen.

Erst zu Hause fand ich dann nach fast 36 Stunden am Stück meinen Schlaf…mehr gibt es dann in Kürze unter www.radlausick.de

Nochmals vielen Dank an alle, die während der Tour an uns gedacht haben ;-)

Euer Martin


Von Pfuetzen im Zelt und der S.W.A.S.

August 6, 2008

Seit heute sind der Dikt und ich offizielle Mitglider der Scotch Whisky Appreciation Society. Aber was blieb uns an so einem verregneten, sonnenlosen Tag in Edingburgh anderes uebrig, als ihn wenigstens einigermassen ertraeglich zu gestalten.

 

Nach langer Zeit melde ich mich hier mal wieder zu Wort. Inzwischen ist die letzte Tourwoche angebrochen und wir haben England schon hinter uns gelassen. Nach der Faehrueberfahrt von Hoek van Holland nach Harvich radelten wir zu naechst Richtung London. Dabei fanden wir kurz vor der englischen Hauptstadt zwar keinen Zeltplatz, aber  einen herrlichen Ort zum wild campen keine 20 Kilometer von Zentrum Londons entfernt!

Nach der Fahrt ueber die Tower Bridge und einigen Poserfotos vor den einschlaegigen Sehenswuerdigkeiten verliessen wir die Stadt Richtung Norden. Das Wetter in England war dabei fast immer auf unserer Seite. Bis auf kleinere Schauer blieben unsere Zelte trocken…zumindest von aussen :-) Benedikts „Nordgesicht“- Zelt entpuppte sich als echte luftdicht. Die Folge: Er badete in so manch trockener Nacht im eigenen Saft. Jetzt, da es seit dieser Nacht ununterbrochen regnet, schneidet mein Zelt dann doch etwas schlechter ab. Heute morgen wachte ich auf, weil meine Hand in einer kalten Pfuetze lag. Wir haben notduerftig alles zusammen gepackt und sind in die Stadt gefahren. Ich werde mein Zelt heute mit Sicherheit ausschuetten muessen, aber daran denke ich jetzt noch nicht. „Und ausserdem wirds da hinten schon wieder hell:-)“

Wir haben auf unser Tour auch einen neuen Titel fuer die haesslichste Stadt eingefuehrt. Kingston upon Hill fuehrt bisher, ohne ernsthafte Konkurrenz. Ach und auch dieses Jahr hat es mit der Autobahn wieder geklappt. In New Castle haben wir sie kurz genutzt, aber das sind wir ja asu dem letzten Jahr gewoehnt…

Das war jetzt nur Mal ein grober Abriss der letzten beiden Wochen. Mehr gibt es dann im richtigen Reisebericht. Morgen werden wir dann endlich nach Glasgow aufbrechen und es bei hoffentlich besseren Wetter schaffen!

 

Bis bald, Martin