Wie man sein Fahrrad fit fürs Flugzeug macht

Juni 29, 2009
verpupptes Rad

Immer wieder, wenn wir von unseren Radtouren erzählen, ist eine der ersten Fragen: „Kann man Fahrräder einfach so im Flugzeug mitnehmen?“ Bei der vorschnellen Antwort beschränkte ich mich immer auf ein kurzes „Ja!“ Vorschnell deswegen, weil es dann doch nicht immer so einfach war. Vom Anschlagsverdacht bis zum Selbstverladen der Räder haben wir schon alles erlebt. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht über verschiedene Methoden, sein Gefährt wieder heil heim zu bringen.

Variante 1: Der Karton

Das erste Mal, dass ich mein Fahrrad in einem Flugzeug transportieren musste, war 2006, als ich von Montpellier nach Berlin flog. Den Flug hatte ich bei meiner Ankunft am Mittelmeer noch nicht gebucht, da ich nicht wusste, wie weit ich fahren würde. So fuhr ich kurzerhand zum Flughafen und buchte bei Air France. Das Anmelden eines Fahrrades war gar kein Problem. Auch der Preis war mit 176€ (inkl. Rad) im Rahmen. Auf Nachfragen konnte ich noch einen Radkarton kaufen. In den packte ich das Fahrrad am Abreisetag. Stabiles Paketband hatte ich glücklicherweise in einem Baumarkt gekauft. Sonst wäre das Verpacken etwas schwierig gewesen. Aber auch so war eine ganze Menge Geschicklichkeit erforderlich, das Rad allein in das große Paket zu bekommen und anschließend stabil zuzukleben. Dafür sollte man immer genug Zeit einplanen. Alles in allem war das in zwei Stunden stressfrei zu schaffen.

drum

Als ich bei der Landung in Deutschland einen Blick auf die Gepäckentladung erhaschen konnte, blutete mit das Auge schon ein wenig. Mit ordentlich Schwung und wenig Überlegung wurde mein Rad von einem Gepäckentladefachmann auf den Gepäckwagen geworfen (Das ist keine Übertreibung!) Zu meiner Verwunderung erhielt das Rad auch nicht an der Ausgabe für Sperrgepäck zurück, sondern fand es zwischen Koffern und Reisetaschen auf dem Fließband, wo es  aufgrund seiner Ausmaße natürlich auch noch den ein oder anderen Stoß abbekam. Es war auch sehr angenehm, den schweren, sperrigen Karton vom vorbeifahrenden Band zu zerren. Zwischen dicht gedrängt stehenden  Menschen, die entnervt Luft ausstießen, anstatt mal ein Stück Platz frei zu geben.

Glücklicherweise hatte ich einen Trekkinglenker, der meine Schalthebel vor Stößen schützte. Lediglich mein Sattel war etwas lädiert. Außerdem war der Karton von irgendeiner schmierigen Flüssigkeit durchgeweicht und verformt, hatte aber das Fahrrad vor größeren Schäden bewahrt.

Variante 2: Die Knallfolie

2007 in Spanien ging fuhren wir einige Tage vor unserem Abflug mit der naiven Vorstellung an den Flughafen, es würde genauso einfach funktionieren wie in Frankreich. Ganz schön optimistisch im Nachhinein. Denn bereits in Malaga, wo wir uns nach Zugtickets und Fahrradmitnahme erkundigen wollten, flogen uns nicht nur Blicke entgegen, die so etwas aussagten wie „Seid ihr total bescheuert“. Nein! Wir wurden auch noch von der Security herausbegleitet, die auf alle unsere Fragen nur eine Antwort kannten: „It´s not possible with bike!“

Jedenfalls gab es am Flughafen von Malaga keine Kartons und wir mussten uns etwas anderes überlegen. Circa.einen Kilometer vom Flughafen gab es einen Baumarkt. Dort kauften  wir uns jeder eine 12-Meter-Rolle-Knallfolie und zwei Rollen Gaffatape. Bei örtlichen Radhändlern hätten wir uns sicher auch einen Karton kaufen können, aber wie bekommt man den dann zum Flughafen?

Außerdem hatten wir Hoffnung, dass wenn die netten Gepäckverladefacharbeiter sehen würden, dass es sich um ein Fahrrad handelt, es auch wie eines behandeln würden. Am Flughafen stellten wir dann den Lenker quer, schraubten die Pedalen ab, fixierten die Räder mit Kabelbinder und begannen diese mit der Folie zu umwickeln und verpuppten so nach und nach das ganze Rad. Das fertige Packet ließ sich viel besser anfassen als so ein klumpiger Karton. Bei der Gepäckaufgabe wurden zunächst unsere Radtaschen eingecheckt und anschließend rief die nette junge Dame die Leute von der Sondergepäckabteilung an und wir brachten unsere Räder zu ihnen. Die wollten wissen, ob wir von unseren Rädern die Luft gelassen hatten. Hatten wir natürlich nicht! War in Frankreich auch nicht notwendig gewesen und ist auch eine absolut sinnlose Angelegenheit, weil jedes Deo im Gepäckladeraum viel eher hochgeht als ein bis 8 bar ausgelegter Schwalbe Marathon, der nur etwas mehr als halben Druck drauf hat.

halb verpuppt

Einige denken jetzt vielleicht, warum regt der sich so auf. Ist doch kein Problem! Luft raus und gut! Aber, wenn man dicke Schichten von Knallfolie über den Rädern zentimeterweise mit seinen Fingern durchbohren muss, um nach Ventilen zu tasten, hat man schon eine Menge Spaß. Werkzeug war ja schon aufgegeben. Und auf die Frage nach einer Schere wurde einer von den Flughafenangestellten auch noch pampig und meinte sogar, dass er nicht mit einem Flugzeug mitfliegen wolle, wo potentielle Bomben in Form von aufgepumpten Fahrradreifen schlummerten. :-)  Zu seinem Unverständnis zauberte er uns damit ein Lächeln aufs Gesicht. Da hatten wir wieder gute Laune, während wir weiter mit unseren Fingern in der Knallfolie bohrten.

Diesmal sah ich nicht, wie unsere Fahrräder verladen wurden. Allerdings konnten wir sie diesmal wirklich beim Sperrgepäck abholen und sie waren absolut unversehrt.

Fazit: Knallfolie rules!

Variante 2.1 (Upgrade von Variante 2): Die Knallfolie mit optischem Reiz

Im letzten Jahr flogen wir von Glasgow aus nach Berlin. Da unser Flug am Morgen ging, fuhren wir schon am Vorabend zum Flughafen. Wir waren auchb diesmal in einem Baumarkt gewesen. Aber was es nicht gab, war Knallfolie! Nur eine kleine Rolle war nochübrig, mit der man hätte die Bremshebel schützen können.

Das einzige, was am ehesten der Knallfolie nahekam, war ein Gewächshausset, inklusive irgendwelcher Lufteinlässe, die den Preis natürlich hochtrieben. Aber es blieb uns keine Alternative und wir hatten die „Gewächshäuser“ für unsere Fahrräder gekauft. Nachdem die Räder verpuppt waren, hatten wir noch eine Nacht Zeit bis unser Flug ging. Mit zwei Flaschen Energykonzentrat in der Blutbahn habe ich die ganze Zeit kein Auge zugetan. Ich war so munter, dass ich halb 4 angefangen habe, Feuilleton zu lesen. Aber auch das half nichts und irgendwann erblickte ich die leicht bekleidete Becky auf einem Stück Zeitungspapier vor mir. Da kam mir eine Idee, die sich im Nachhinein als echter Geistesblitz offenbarte. Säuberlich heraiusgerissen klebten wir Becky auf Dikts Rad. Bereits in der Wartehalle hatte sämtliches Flughafenpersonal einen großen Spaß an der nackten Haut auf dem ungewöhnlichen Gepäckstück.

Becky - safety first

Dann konnte es bei den Gepäck-verlade-Facharbeitern doch auch nicht anders sein. Auch die Luft hatten wir diesmal vorbildlich herunter gelassen.

Beim Check-In kam es dann doch etwas anders. Als wir an der Reihe waren, wurde uns mitgeteilt, dass wir mit dem Sperrgepäck doch in die andere Halle mussten. Und nein, wir konnten nicht schon mal unsere normalen Taschen abgeben. Also marschierten wir mit Becky und dem ganzen Rest quer über den Flughafen und stellten uns so ziemlich am absolut entgegengesetzt paltzierten Schalter an. Als wir dort abermals an der Reihe waren checkten wir unser Gepäck ein. Dass die Fahrräder auch nicht auf das Gepäckband für übergroße Gepäckstücke passen würde, war auf den ersten Blick offensichtlich. Dennoch beharrte die Dame darauf, dass ewir die Räder drauflegen sollten.

Nachdem auch sie sich von der Unmöglichkeit des Unterfangens überzeugt hatte, telefonierte sie kurz, bevor sie uns mitteilte, wir müssten wieder in die andere Halle (die aus der wir gerade gekommen waren!) Als wir dort warteten, kam nach einer Viertelstunde ein Herr. Der wohl um unsere Räder kümmern sollte. Er beschloss, dass wir das am besten gleich selbt erledigen solltenund öffnete uns die Tür, die uns in den flughafeninternen Verladebereich brachte. Dort übergaben wir höchstpersönlich Becky und Co den beiden zuständigen Gepäck-verlade-Facharbeitern, die für die nackte Haut wie zu erwarten auch nur ein Grinsen übrig hatten. Becky hat ihren Job zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. Unsere Räder kammen ohne jeglich Beschädigung in Berlin an.

Im nachhinein tut es mir auch etwas leid, dass unsere gute kleine Helferin noch am Flughafen lieblos den Weg ins Altpaper fand…Becky r.i.p.


Rückblick 2008 in Fotos

Juni 26, 2009
unterwegs durch Schottland

unterwegs durch Schottland

Letztes Jahr tourten Dikt und ich von Bad Lausick über Amsterdam und London nach Glasgow. Hier gibt es jetzt eine kleine Zusammenstellung neuer und alter Fotos von dieser Tour, auf der das Wetter oft gegen uns war.

Viel Spaß beim Stöbern!

Martin


In 4 Stunden geht es nach Prag

April 9, 2009

Der Countdown läuft. In wenigen Stunden starten Manu und ich mit den Rädern nach Prag. Unser Ziel ist es, die tschechische Hauptstadt an einem Tag zu erreichen. Jetzt sind es nur noch ein paar Stunden, 235 Kilometer und das Erzgebirge, die uns vom Erreichen des Ziels trennen.

So, das soll als kurzeInfo genügen,sollte lieber noch etwas schlafen, bevor es losgeht.

Bis später! Der Radlausicker


Schwalbe oder Sperling

März 30, 2009

Immer wieder kommt die Frage auf, was für eine Radbereifung für längere Touren die beste sei. Diese Frage lässt sich auf keinen Fall pauschal beantworten. Auch habe ich persönlich zu wenige Reifen „erlebt“, um eine Referenz zu geben. Dennoch habe ich mit verschiedenen „unplattbar“-Produkten der Marke Schwalbe zu tun gehabt.

Mein Fahrrad (Elke heißt sie und ist in Rente) war auf ihren großen Touren mit Schwalbe Marathon Plus bestückt. Und zwar in der 28 x 1,5 Zoll-Variante. Über 7000 Kilometer bin ich mit diesen Reifen gefahren ohne einen einzigen Platten. Und nein, ich bekomme kein Geld von Schwalbe, dass ich das hier sage. Klar ist aber, dass, wenn man einmal so eine Erfahrung mit einem Produkt gemacht hat, keine Lust auf Experimente hat. Deshalb steht die Wahl beim nächsten Tourenrad auch jetzt schon fest. Auf glettem Asphalt waren die Rolleigenschaft für die Breite der Reifen gut, dafür waren aber auch längere Abstecher in unwegsameres Gelände gar kein Problem. Das Profil stößt lediglich bei sehr schlammigen Untergrund an seine Grenzen.

Zurzeit fahre ich ein älteres Giant-Trekkingrad, das niegelnagelneu die Schwalbe Marathon Plus allerdings in der schmalen  28 x 1.00, 700 x 25C – Version aufgezogen hat. Die Rolleigenschaften auf glatter Strecke sind merklich besser als bei den fetten Marathons, dafür werden Ausflüge auf Feldwege und Waldwege zur echten Konzentrationsübung, da man nur zu tun hat, großen Steinen auszuweichen. Für längere Touren sind diese dünnen Marathons für mich nichts, aber für fixe Asphaltritte eine angenehme Lösung.

Völlig über das Ziel hinausgeschossen hat der angeblich „schnellste“ Marathon – der Marathon Supreme. Ich weiß nicht, was die Entwickler für ein Ziel mit diesem Reifen verfolgt haben. Wahrscheinlich hat man das Ding in einen Windkanal gestellt und aerodynamisch optimiert, was den kleinen aber unangenehmen Nebeneffekt mit sich gebracht hat, dass in den geschwungen Profilrillen jeder Stein (egal wie groß) genau sein Plätzchen findet. Mehr als einaml zeigte sich auf der letzten Tour, dass dieser Reifen das Prädikat „unplattbar“ NICHT verdient – und wirklich schneller ist man damit auch nicht ;-)

Der Marathon XR scheint auch recht robust zu sein. Das grobstollige Profil eignet sich aber besonders für Radtouren, die eher jenseits des Asphalts langführen. Aber wie gesagt, für mich gibt es keinen Grund zu Experimenten!


Elke geht in Rente

März 27, 2009

altes RadJa, ja, ich weiß….hier ist lange nichts mehr passsiert, aber langsam rücken die wärmeren Temperaturen wieder näher. Für 2009 gibt es zwar noch keine konkrete Planung, was eine längere Tour angeht, aber im Hinterkopf habe ich da schon eine Idee. Sobald es etwas spruchreifes gibt, werde ich hier aus dem Nähkästchen plaudern.Ich werde jetzt nach und nach auch die Inhalte der „alten Seite“ hier einpflegen. Bis es soweit ist, könnt ihr euch dort durch die Reiseberichte vergangener Touren klicken.

Als nächstes steht erstmal eine Neuauflge des „Bad Lausick – Prag – an einem Tag“-Projektes an, das vor zwei Jahren an der schlecht gewählten Route scheiterte. Ich hoffe auf noch etwas höhere Temperaturen und etwas weniger Schnee im Erzgebirge Anfang April. Allerdings ist Elke jetzt auch im wohlverdienten Ruhestand und kann nur noch für kleine Stadtausflüge genutzt werden. Es muss also fix ein frisches Rad her.

Aber bis April ist ja noch ein wenig Zeit ;-)


Nach 2300 Kilometern wieder zu Hause

August 13, 2008

Seit wenigen Stunden sind wir jetzt zurück von unserer Tour. Die vorige Nacht hatten wir mehr oder weniger schlaflos auf dem Flughafen in Glasgow zugebracht. Gegen 19 Uhr kamen wir dort vollbepackt mit teurer Dämmfolie aus dem Baumarkt am International Airport an. 14 Pfund für ein bisschen Knallfolie!!! Dort entluden wir die Räder und ich brach mit dem Gaskocher noch mal auf…nicht um mir ne warme Mahlzeit zuzubereiten, sondern um das Ding leer zu bekommen. Konnte ja keiner ahnen, dass so eine Kartusche mit kleinerem Topf so viel länger hält als mit größerem Topf. Bei der Gelegenheit fuhr ich in der Dämmerung noch Mal bis nach Paisley hinein, um die letzte Postkarte durch den Schlitz zu schieben.

Der Energy-Drink, der wohl die 3-fache Konzentration eines Redbulls hatte, ließ mich die Nacht auf dem Flughafen kein Auge schließen.

Erst zu Hause fand ich dann nach fast 36 Stunden am Stück meinen Schlaf…mehr gibt es dann in Kürze unter www.radlausick.de

Nochmals vielen Dank an alle, die während der Tour an uns gedacht haben ;-)

Euer Martin


Von Pfuetzen im Zelt und der S.W.A.S.

August 6, 2008

Seit heute sind der Dikt und ich offizielle Mitglider der Scotch Whisky Appreciation Society. Aber was blieb uns an so einem verregneten, sonnenlosen Tag in Edingburgh anderes uebrig, als ihn wenigstens einigermassen ertraeglich zu gestalten.

 

Nach langer Zeit melde ich mich hier mal wieder zu Wort. Inzwischen ist die letzte Tourwoche angebrochen und wir haben England schon hinter uns gelassen. Nach der Faehrueberfahrt von Hoek van Holland nach Harvich radelten wir zu naechst Richtung London. Dabei fanden wir kurz vor der englischen Hauptstadt zwar keinen Zeltplatz, aber  einen herrlichen Ort zum wild campen keine 20 Kilometer von Zentrum Londons entfernt!

Nach der Fahrt ueber die Tower Bridge und einigen Poserfotos vor den einschlaegigen Sehenswuerdigkeiten verliessen wir die Stadt Richtung Norden. Das Wetter in England war dabei fast immer auf unserer Seite. Bis auf kleinere Schauer blieben unsere Zelte trocken…zumindest von aussen :-) Benedikts „Nordgesicht“- Zelt entpuppte sich als echte luftdicht. Die Folge: Er badete in so manch trockener Nacht im eigenen Saft. Jetzt, da es seit dieser Nacht ununterbrochen regnet, schneidet mein Zelt dann doch etwas schlechter ab. Heute morgen wachte ich auf, weil meine Hand in einer kalten Pfuetze lag. Wir haben notduerftig alles zusammen gepackt und sind in die Stadt gefahren. Ich werde mein Zelt heute mit Sicherheit ausschuetten muessen, aber daran denke ich jetzt noch nicht. „Und ausserdem wirds da hinten schon wieder hell:-)“

Wir haben auf unser Tour auch einen neuen Titel fuer die haesslichste Stadt eingefuehrt. Kingston upon Hill fuehrt bisher, ohne ernsthafte Konkurrenz. Ach und auch dieses Jahr hat es mit der Autobahn wieder geklappt. In New Castle haben wir sie kurz genutzt, aber das sind wir ja asu dem letzten Jahr gewoehnt…

Das war jetzt nur Mal ein grober Abriss der letzten beiden Wochen. Mehr gibt es dann im richtigen Reisebericht. Morgen werden wir dann endlich nach Glasgow aufbrechen und es bei hoffentlich besseren Wetter schaffen!

 

Bis bald, Martin


Amsterdam liegt fast hinter uns

Juli 23, 2008

Nach ewig langen Kilometern im Regen und kalten Naechten im Zelt haben wir unser „erstes“ Reiseziel, Amsterdam erreicht. Es wurde uns nicht leicht gemacht. Auf der vorletzten Etappe Richtung Amsterdam hatten von frueh bis abends Dauerregen. Gluecklicherweise fanden wir Platz in einem Hostel. Das scheiterte an den auch verregnteten Tagen davor daran, dass die einfach voll waren von Urlaubsgaesten (soviel zum Sinn von Hostels :-( Gestern und heute genossen wir das lockere Flaire zwischen Kanaelen, dem Rotlichtviertel und den Coffee-Shops. Morgen setzen wir unseren Weg Richtung Suedwesten fort. Von Hook van Holland werden wir wahrscheinlich die Faehre direkt nach Harvich nehmen. Damit sparen wir uns den Bogen ueber Belgien und Frankreich. Nach London wollen wir dennoch einen kleinen Abstecher machen.

PS: Benedikt moechte einen neuen Sattel!

PS2: Ich auch!

Gruesse aus dem Rotlichtviertel, muessen dann mal weiterziehen….bis bald


Nach 4 Tagen warme Oberschenkel

Juli 17, 2008

Nach 4 Tagen melden wir uns zum ersten Mal zu Wort. Nach dem wir die ersten beiden Tagen quer durch Sachsen-Anhalt radelten und dabei nichts als karge Landschaft bei mäßigem Wetter erlebten, waren wir eh schon etwas mürbe. Als es gestern aber noch in Strömen regenete, wurde unser Durchhaltevermögen das erste Mal auf eine harte Probe gestetellt. Etwa 50 Kilometer Dauerdusche bis wir endlich in Bad Harzburg ankamen und keine Jugendherberge weit und breit. Zelten? Kam total durchnässt beim immernoch starken Regen nicht in Frage. Im ersten Hotel hätten wir 55 Ecken bezahlt…ohne Frühstück im nächsten dann 48€ pro Person. Das war etwas viel für unsere Reisekasse. Nach einer längeren Suche (während der es immer noch wie aus Eimern schüttete) fanden wir schließlich eine „günstige“ Unterkunft. Kurz nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, zog der Himmel auf und die Sonne begann zu scheinen… Heute haben wir es bei wechselhaftem Wetter, aber immerhin trocken bis Holzminden geschafft. Auch heute ist es ein richtiges Bett geworden, da das Wetter gegen Tagesende immer schlechter wurde. Morgen nehmen wir Bielefeld ins Visier. Wenn nichts dazwischen kommt, schaffen wir es in 3 Tagen bis zur niederländischen Grenze. Bis dahin, euer Radlausicker


Noch 8 Stunden bis zum Start

Juli 13, 2008

Endlich ist es soweit. Obwohl die Taschen noch nicht endgültig gepackt sind und die Route für morgen noch nicht feststeht, lege ich mich erstmal schlafen. Es passiert wieder mal alles auf den letzten Drücker. Acht Uhr starten wir in Bad Lausick. Wahrscheinlich folgen wir dere Mulde Richtung Norden bis Dessau. Dort werden wir uns dann am Europaradweg R1orientieren, der uns Richtung Westen führt. Der R1 geht sogar über Den Haag bis nach Calais und ist so wie für uns gemacht. Nur für den Abstecher nach Amsterdam werden wir ihn kurz verlassen müssen.

Was England angeht, sind wir allerdings noch etwas planlos, aber da ist ja auch noch genug Zeit ;-)

Neues von der Tour gibt es hier in Kürze…