Schwalbe oder Sperling

Immer wieder kommt die Frage auf, was für eine Radbereifung für längere Touren die beste sei. Diese Frage lässt sich auf keinen Fall pauschal beantworten. Auch habe ich persönlich zu wenige Reifen „erlebt“, um eine Referenz zu geben. Dennoch habe ich mit verschiedenen „unplattbar“-Produkten der Marke Schwalbe zu tun gehabt.

Mein Fahrrad (Elke heißt sie und ist in Rente) war auf ihren großen Touren mit Schwalbe Marathon Plus bestückt. Und zwar in der 28 x 1,5 Zoll-Variante. Über 7000 Kilometer bin ich mit diesen Reifen gefahren ohne einen einzigen Platten. Und nein, ich bekomme kein Geld von Schwalbe, dass ich das hier sage. Klar ist aber, dass, wenn man einmal so eine Erfahrung mit einem Produkt gemacht hat, keine Lust auf Experimente hat. Deshalb steht die Wahl beim nächsten Tourenrad auch jetzt schon fest. Auf glettem Asphalt waren die Rolleigenschaft für die Breite der Reifen gut, dafür waren aber auch längere Abstecher in unwegsameres Gelände gar kein Problem. Das Profil stößt lediglich bei sehr schlammigen Untergrund an seine Grenzen.

Zurzeit fahre ich ein älteres Giant-Trekkingrad, das niegelnagelneu die Schwalbe Marathon Plus allerdings in der schmalen  28 x 1.00, 700 x 25C – Version aufgezogen hat. Die Rolleigenschaften auf glatter Strecke sind merklich besser als bei den fetten Marathons, dafür werden Ausflüge auf Feldwege und Waldwege zur echten Konzentrationsübung, da man nur zu tun hat, großen Steinen auszuweichen. Für längere Touren sind diese dünnen Marathons für mich nichts, aber für fixe Asphaltritte eine angenehme Lösung.

Völlig über das Ziel hinausgeschossen hat der angeblich „schnellste“ Marathon – der Marathon Supreme. Ich weiß nicht, was die Entwickler für ein Ziel mit diesem Reifen verfolgt haben. Wahrscheinlich hat man das Ding in einen Windkanal gestellt und aerodynamisch optimiert, was den kleinen aber unangenehmen Nebeneffekt mit sich gebracht hat, dass in den geschwungen Profilrillen jeder Stein (egal wie groß) genau sein Plätzchen findet. Mehr als einaml zeigte sich auf der letzten Tour, dass dieser Reifen das Prädikat „unplattbar“ NICHT verdient – und wirklich schneller ist man damit auch nicht 😉

Der Marathon XR scheint auch recht robust zu sein. Das grobstollige Profil eignet sich aber besonders für Radtouren, die eher jenseits des Asphalts langführen. Aber wie gesagt, für mich gibt es keinen Grund zu Experimenten!

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