Leipzig – Dresden – Prag: 313km an einem Tag

Geschafft

Das Video wird aus rechtlichen Gründen nachgereicht 😉

Wie schon in den Jahren zuvor wurde die Radsaison mit einem Brevet in die tschechische Hauptstadt eröffnet. Aufgrund von Urlaub, Krankheit, Arbeit und Verletzung dezimierte sich die Runde der Teilnehmer auf zwei. Uns war von Anfang an klar, dass die Tour kein Spaziergang werden würde. Zum einen waren die Temperaturen zum Termin nach Ostern bisher nie so niedrig und zum anderen setzten wir uns diesmal erstmalig tatsächlich im Zentrum Leipzigs auf die Sättel, was von vornherein eine Verlängerung der Strecke um min 40km bedeutete.

Zwei Tage vor Tour treffe ich Benedikt das erste Mal, um die Route durchzusprechen. Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns gegen das Erzgebirge, da das Risiko, im Schnee stecken zu bleiben zu groß erscheint. Stattdessen wollen wir lieber die etwas mehr als 300 Kilometer lange Route über Dresden in Kauf nehmen. Doch auch für diesen Weg beschert der Wetterbericht uns wenig Gutes. Die Tageshöchsttemperaturen sollen selbst auf der flacheren Route die 4°c nicht übersteigen.

Am Samstagmorgen gegen 5:15 sitzen wir schließlich im Sattel. Während sich der durchschnittliche Leipziger noch einmal genüßlich im Bett herumdreht (würde ich zu diesem Zeitpunkt ehrlich gesagt auch gern), verlassen wir ,begleitet von leichtem Schneeregen, die Stadt. Während uns die ersten Kilometer das Glühlicht der Straßenlaternen den Weg weist, sind wir auf der Landstraße wieder in absolute Dunkelheit gehüllt. Nur die weißen Lichtstreifen unserer LEDs lassen uns die Straße vor uns erahnen. Als es heller wird, hört der Nieselregen auf. Wärmer wird es allerdings nicht. Um 8:00 Uhr morgens haben wir die Tageshöchsttemperatur bereits erreicht. In Riesa wärmen wir uns bei einem Bäcker etwas auf. Von da an bleiben wir immer an der Elbe bis Usti. Die Route enthält bis dahin nur wenige Steigungen und verläuft an keinen verkehrsreichen Straßen. Erst jetzt folgen wir der stärker befahren Landstraße 30 bis diese in Lovosice auf die Autobahn 8 führt. Von da an fahren wir auf wenig befahrenen Nebenstraßen zur Landstraße 608, die uns entspannt (wären da nicht die 250 bisher gefahrenen Kilometer) und verkehrsarm direkt in Hauptstadt bringt.

Auf der letzten Abfahrt ins Zentrum zu unserem Hostel werden noch einmal alle Muskeln von solidem, tschechischen Kopfsteinpflaster in Kindskopfgröße durchgerüttelt, was eine Massage überflüssig macht. Noch ehe ich darüber erstaunt sein kann, dass wir die Tour erstmals ohne eine Panne überstanden haben, bahnt sich ein kaltes Gambrinus den Weg in meinen Rachen und das schmeckt nach mehr!

Die Radsaison 2013 ist eröffnet!

Die genaue Route für Radfahrer gibt es hier!

 

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