3-Länder-Kurztripp 2006

Am Dienstag starteten wir, den Osterbraten noch nicht ganz verdaut, zu einer ersten Bewehrungsprobe für Körper und Ausrüstung. Um nicht gleich von null auf hundert gehen zu müssen, entschieden wir uns für eine kleine Runde durch Thüringen. Die ursprünglich geplanten Stationen sollten Jena, Ilmenau und Werdau sein. Darüber hinaus waren Besuche in Weimar und Erfurt geplant. Dass dieser Plan nicht so ganz aufgehen sollte ahnten wir am Dienstag Morgen um 8 noch nicht, als wir die Tour begannen.

Tag 1 (Bad Lausick, Altenburg, Gera , Jena)

Voller Motivation und Kräfte starteten wir 7 nach 8 in Richtung Altenburg. Unter optimalen Bedingungen gelangten wir zügig über Altenburg nach Monstab, wo bereits ein zweites Frühstück für uns von D!kts Oma aufgetafelt war. So konnten wir nach den ersten Kilometern und ersten Litern verlorenem Schweiß noch mal alle Batterien laden und die weitere Tagesroute durchsprechen. Dank eines handgemachten Routenplanes und wichtiger Verweise von Opa verliefen die nächsten 40 Kilometer recht reibungslos. Gera war schnell erreicht und zum Mittag konnte man in unmittelbarer Nähe der Köstritzer Brauerei verweilen, aber leider war es noch nicht soweit, um sich mal ein kleines schwarzes zu gönnen.

Weiter gings in Richtung Hermsdorf. Dort standen wir erstmalig vor kleinen Navigationsproblemen, da wir Hauptverkehrsstraßen eigentlich meiden wollten, es aber keine wenig befahrene Straße gab, die Richtung Jena verlief. Doch nach kurzer Korrespondenz mit einem am Straßenrand verweilendem Rudel der Gattung „Freund und Helfer“ fanden wir schließlich doch noch die richtige Straße. (zwar meinte einer auf die Frage: „Wie kommen wir am besten nach Jena?“:
„Na mit dem Zug!“ aber er erkannte schnell, dass das für uns nicht in Frage kam 😉 Ausgestattet mit einem „mega- detaillierten“ Stadtplan wurde der Versuch, die Jugendherberge zu finden zu einer Schatzsuche. Schließlich meisterten wir auch diese Hürde und kämpften uns mit allerletzter Kraft den Berg hinauf, auf dem sich unsere Unterkunft für die Nacht befand.

Nach kleineren Krämpfen und einer schönen Dusche starten wir (diesmal mit Bus) ins Zentrum, um Nahrung bei Dr. Wok aufzunehmen. Nach einem kleinen Stadtrundgang wurde die Tagesetappe schließlich feierlich begossen.

Tag 2 (Jena, Weimar, Bad Berka, Rudolstadt)

„Mittwoch, der 19. April. Guten Morgen liebe Welt! Nie fühlte ich mich besser. Ich kann es kaum erwarten, mich frohen Mutes auf mein Rad zu setzen und bergan zu fahren.“
(D!kt mit schmerzverzerrtem Gesicht im Halbschlaf)

Der Tag sollte so beginnen, wie der andere aufgehört hatte – schweißtreibend! Nach etwa 20 Minuten Fahrt (zu 80% schieben) hatten wir bereits 100 Höhenmeter geschafft (tropf, tropf). Dabei hatte jemand noch kurz vor Beginn der Etappe gemeint, es sei vielleicht doch besser die Jacke anzubehalten, wegen des doch so kühlen Fahrtwindes, der bei einer Geschwindigkeit von etwa 2 km/h eher gering ausfiel. Noch am Vormittag erreichten wir Weimar und beschlossen, aufgrund der unerwartet bergigen Landschaft, doch eher Südkurs einzuschlagen. Nach einigen gescheiterten Versuchen fanden wir schließlich die richtige Straße, die uns aus Weimar herausführte. Von Bad Berka bis Teichweiden kam D!kt dann auch mal in den Genuss zu erfahren wie sich der Kampf „17 Kilo Gepäck vs. Gravitation“ anfühlt als er mein Rad die Berge hochkurbelte. Meine Akkus waren zu diesem Zeitpunkt auf Minimum. Die Durchfahrt durch „München“ motivierte und versorgte uns wieder mit neuer Kraft, die nötig war, um nach Rudolstadt zu gelangen. Noch am Vormittag erreichten wir Weimar und beschlossen, aufgrund der unerwartet bergigen Landschaft, doch eher Südkurs einzuschlagen. Nach einigen gescheiterten Versuchen fanden wir schließlich die richtige Straße, die uns aus Weimar herausführte. Von Bad Berka bis Teichweiden kam D!kt dann auch mal in den Genuss zu erfahren wie sich der Kampf „17 Kilo Gepäck vs. Gravitation“ anfühlt als er mein Rad die Berge hochkurbelte. Meine Akkus waren zu diesem Zeitpunkt auf Minimum. Die Durchfahrt durch „München“ motivierte und versorgte uns wieder mit neuer Kraft, die nötig war, um nach Rudolstadt zu gelangen.

Tag 3 (Rudolstadt, Saalfeld, Lobenstein, Hof)

Nachdem der letzte Tag mit seinen 70 km nicht gerade zu sportlichen Höchstleistungen zählte, beschlossen wir, heute etwas eher aufzustehen, um besser voranzukommen. So ging`s um 7 raus und bereits kurz nach 8 saßen wir auf den Satteln und kurbelten in Richtung Saalfeld. Es rollte alles grad ganz gut, als der Spaß begann. Obwohl es zunächst nur leichte Hügel waren, die sich uns in den Weg stellten, lief uns schon jetzt der Schweiß literweise aus den Poren. Glücklicherweise blieb es nicht die ganze Zeit so hügelig, – Nein, es wurde bergig!
Wir folgten einer Ausschilderung in den nächsten Ort, 5km, aber diese 5 Kilometer ging es konsequent bergauf auf gutem, altem Kopfsteinpflaster. So in sich gekehrt den Berg hoch tretend, fuhren wir etwa 3km zu weit und sahen uns plötzlich einer Staumauer und einem endenden Weg gegenüber. *groll!* Also wieder zurück! Als wir viele Kilometer und Schweißtropfen später endlich in Hof eintrafen, steuerten wir erstmal konsequent auf eine Bierquelle zu und ließen ein frisches Weizen ein. *mhh, ahh*. Während wir so dasaßen und uns des erfüllten Tagesplanes freuten, schloss etwa 500 Meter weiter, ohne dass wir es auch nur ahnten, die Touristeninformation ihre Pforten. Als wir sie dann gegen viertel 6 erreichten waren schon alle Lichter aus und kurz glaubte ich, das Zelt hätte ich nicht nur als Probegepäck mitgeschleppt, aber unser Fluchen wurde vernommen und eine sehr engagierte Mitarbeiterin versorgte uns doch noch mit den wichtigen Infos. (Wo ist die Jugendherberge?)
Dort teilten wir uns die Etage mit 37 Turnerinnen! (Im Alter von 6- 8 😉 Nach Pizza und Kino ging auch dieser Tag langsam zu Ende.

Tag 4 (Hof, Oelsnitz, Plauen)

Sicher hätten wir heute noch mal Kilometer schroten können und nach Zwickau heizen können, aber unsere Knie waren da anderer Meinung, also rollten wir nur ganz gemütlich über nach Plauen, wo wir noch einmal lecker Mittag aßen und mit einem großen Eis in der Sonne den Kurztrip gelungen ausklingen ließen, bevor Papas Taxi eintraf und uns samt der Räder und des Gepäcks wieder nach BL beförderte.

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